Truthahn

Weihnachten wird in vielen Ländern weltweit ausgiebig gefeiert und ist mit unterschiedlichen Bräuchen und Traditionen verbunden. Wie der Ablauf der Feierlichkeiten sind auch die kulinarischen Weihnachtstraditionen von Land zu Land verschieden. Im Folgenden wollen wir Ihnen einige Weihnachtsmenüs vorstellen, die das gesellige Miteinander an den Feiertagen bestimmen.

Französisches Festmahl zu Weihnachten

In Frankreich, dem Land der Sterneköche kommt zu Weihnachten ein üppiges Menü auf den Tisch, das aus bis zu sieben Gängen besteht. Zum Aperitif werden meist Oliven oder kleine Knabbereien serviert, bevor das eigentliche Festtagsmenü mit Austern und Räucherlachs auf Salaten gefolgt von der traditionellen Foie gras, der Gänsestopfleber mit Zwiebelkonfitüre und Toast eingeleitet wird. Als Hauptgericht wird je nach Region ein mit Maronen gefüllter Truthahn, eine Ente á l’orange, ein Kapaun oder Lammbraten mit Gemüsebeilagen serviert. Eine Käseplatte und mehrere Desserts runden das Festtagsmenü ab. In jedem Haushalt ist jedoch der „Bûche Noel“, ein mit Buttercreme gefüllter länglicher Baumkuchen ein wesentlicher Bestandteil des süßen Weihnachtsgenusses.

Weihnachtsessen in Italien

In Italien sind die Gerichte, die an den Weihnachtsfeiertagen im Familienkreis serviert werden, regional sehr unterschiedlich. Am Heiligen Abend wird jedoch in ganz Italien traditionell immer fleischlos gegessen. Bis Mitternacht kommen daher als „Pranzo della Vigilia“ meist vegetarische Pastagerichte oder Aal auf den Tisch. Erst nach der Rückkehr aus der Mitternachtsmesse genießen viele Italiener zuhause noch Entenleberpastete oder frittierte Fleischwurst, die sogenannte Salsiccia. Das Essen am ersten Weihnachtsfeiertag fällt mit einem mehrgängigen Menü deutlich üppiger aus, wobei auch am 25. Dezember große regionale Unterschiede in der Auswahl der Speisen bestehen. Viele Italiener servieren nach einer Gemüsesuppe Pastagerichte mit Fleisch, Würstchen, Lamm und Hähnchen mit Reis. Das Dessert hingegen ist im ganzen Land dasselbe. Der klassische „Panettone“, ein aus Mailand stammender, mit Rosinen verfeinerter Hefekuchen wird am 25. Dezember in nahezu jedem Haushalt zum Nachtisch serviert. In manchen Regionen werden dazu auch aus Zabaione zubereitete Torten oder ein Panna cotta gereicht.

Das typisch britische Weihnachtsessen

In Großbritannien und einigen Ländern des ehemaligen Commonwealth wie etwa Australien ist der gebratene Truthahn am Christmas Day, dem 25. Dezember das Herzstück jeder Tafel. Nach der Bescherung wird der Truthahn mit allerlei „Trimmings“, das heißt Beilagen und Saucen serviert. Meist kommen „Pigs in Blankets“, kleine, in Speck gerollte Würstchen sowie mit Nussbutter verfeinerte Kohlsprossen, in Gänsefett gebratene Kartoffeln und gekochte und in Butter glasierte Karotten auf den Tisch. Viele Briten servieren zum Truthahn auch die klassische „Bread Sauce“, die aus Weißbrot, Milch, Sahne und winterlichen Gewürzen zubereitet wird. In einigen Regionen Irlands bevorzugen die Menschen geräucherten Lachs und Garnelencocktail mit dem typisch irischen „Sodabread“. Der Nachtisch hingegen ist in Großbritannien in fast jedem Haushalt der gleiche. Der „Christmas Pudding“ wird bereits Monate im Voraus aus Trockenfrüchten, Fett und Nüssen gekocht. Am Weihnachtsfeiertag wird er dann am Tisch mit hochprozentigem Alkohol übergossen, flambiert und mit Custard, Orangensauce oder „Brandy Butter“ serviert.

US-amerikanische Tradition

In den Vereinigten Staaten unterscheidet sich das Weihnachtsessen nur geringfügig vom üppigen Thanksgiving-Dinner. Ähnlich wie in Großbritannien kommt zu Weihnachten ein großer Truthahn mit vielen Gemüsebeilagen, Kartoffeln und Saucen auf den Tisch. Die US-Amerikaner lieben allerdings auch typisch kontinentaleuropäische Weihnachtsspezialitäten und servieren zum Dessert daher gerne Plätzchen, den französischen Bûche Noel und würzigen Punsch.

Süßer Weihnachtskitsch in Korea

Als einziges Land in Asien kennt Korea den 25. Dezember als offiziellen Feiertag an, obwohl nur dreißig Prozent der Bevölkerung christlich geprägt sind. Während die Familie entweder in einem Restaurant ein westlich geprägtes Weihnachtsmenü einnimmt oder zuhause koreanische Speisen serviert werden, kommt dem Weihnachtskuchen eine besondere Rolle zu. Dieser wird allerdings nur selten selbst zubereitet, sondern meist beim Bäcker des Vertrauens bestellt. Das Besondere am koreanischen Weihnachtskuchen ist seine kunstvolle und bunte, oft äußerst kitschige Dekoration, die aus Zuckerfiguren, Schokoladenverzierungen und farbenfrohen Glasuren besteht und aufwendig gestaltete winterlich-weihnachtliche Szenen darstellt.

Kulinarisches Weihnachten in Südamerika

Auch in vielen Ländern der neuen Welt wie Mexiko und Brasilien kommen zu Weihnachten alle Familienmitglieder zusammen, um gemeinsam dem kulinarischen Genuss zu frönen. Die Brasilianer servieren Thunfisch-Tomatencreme, gefolgt von Truthahn mit Kochschinken, Ananas und Maronen und genießen im Anschluss Nüsse und Kokosplätzchen. In Mexiko empfangen die Menschen ihre Liebsten traditionell mit „Bunuelos“, einem Ölgebäck und dem punschähnlichen „Ponche“.

 

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